Die ersten Baustellen befanden sich in Pankow. Dort hatte der Stadtbaudirektor (Chef des Stadtbauamtes) in Übereinstimmung mit der Bezirksplankommission Aufbaugebiete in geringer Entfernung zu S-Bahn und U-Bahn deklariert und durch Aushang im Stadtbauamt popularisiert, die bereits erschlossen und für Arrondierungen oder Lückenbauten gut geeignet waren. Auch verschiedene Wiesen- und Kleingartenflächen wurden hier gegen Entschädigungsleistungen an Privatpersonen in Bauland umgewandelt. Zu den von Sommer 1957 bis Mitte 1958 an diesem Ort tätigen Bauträgern zählten sowohl die Arbeiterwohnungsbaugenossenschaft Deutsche Post Berlin als auch die später integrierte Arbeiterwohnungsbaugenossenschaft Einheit. Die Baulizenzen erlaubten beiden zusammen, 169 Wohnungen auf den Grundstücken Westerlandstraße 1a–4 und 7, Görschstraße 20, 23–26, 27–30 und Gaillardstraße 21 zu errichten. Ausgeführt wurden Häuser des Typenprojektes WBR57, das im Hinblick auf die aktuelle Priorität von Genossenschaften nach vorgegebenen Richtwerten der Bauakademie der DDR kurzfristig entworfen worden war. Da man somit eines eigenen Projektierungsaufwandes enthoben war, fiel die effektive Bauzeit relativ kurz aus. Sie betrug bis zur Fertigstellung nur ein reichliches Jahr.
Schon im September 1957 konnten der Reihe nach die Richtfeste gefeiert werden.
